WOLFGANG ZACH

PLOT

07. Juni - 25. Juli

Eröffnung: 07. Juni   20 Uhr
Worte zur Kunst: Dr. Sabine Maria Schmidt

 

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog /

Wir danken der Karin und Uwe Hollweg Stiftung

Wolfgang Zach, Ring Nebel (Messier57), Hubble 2013, ESA, 170 x 157 cm, 2018
Wolfgang Zach, Ring Nebel (Messier57), Hubble 2013, ESA, 170 x 157 cm, 2018

Der Bremer Künstler Wolfgang Zach stellte in den frühen Jahren der Computerkunst eigene Plotter her, die nach seinen selbst erstellten Programmen Zeichnungen erstellen. Zachs Plotter bleiben für uns sehr interessant weil sie es schaffen, dem ungeheuren Tempo in der Entwicklung der digitalen Möglichkeiten und der damit einhergehenden Vergänglichkeit etwas entgegenzusetzen.

 

Die Plotter werden mit einer oder mehreren Graphitminen bestückt, die sehr präzise und doch mit Handzeichnung ähnlichen Abweichungen Strich für Strich und über Tage hinweg die schwarz weißen Bilder auf lange Papierbahnen aufzeichnen. Die Graphitminen müssen nachgefüllt werden, die Grauwerte des Künstlerstiftes changieren je nach Druckstärke, und die Ansatzstellen der Zeichenmine bringen unerwartete Haptik in die großformatigen Zeichnungen, die wir von heutigen Digitaldrucken kaum kennen. Der Dialog zwischen Zachs Denken mit der Kunst und der ausführenden Maschine wirkt ungewohnt lebendig.

Grundlage von Zachs Bildmotiven sind unter anderem Luftbilder der ESA. So zum Beispiel eine Supernova oder ein Ringnebel (Messier 57) eine Hubble Aufnahme von 2013 und andere Weltraum Motive

 

Wolfgang Zach studierte von 1969 bis 1972 Informatik an der Universität Karlsruhe und von 1972 bis 1977 an der Kunstakademie Karlsruhe bei Horst Egon Kalinowski und Günter Neusel.

In den 1970er Jahren schuf er Fahrradobjekte und kinetische Drahtobjekte. Seit Anfang der 1980er Jahre erarbeitet er vor allem – mit eigenen Programmen – computergenerierte Zeichnungen. 1987 baute er aus Industriekomponenten einen Flachbettplotter und schrieb dafür Software, die Linienzeichnungen mit Künstlerstiften ermöglicht.

Zeitgleich :     Galerie Wildes Weiss 

    Wolfgang Zach   -   anders gesehen    

26.05. - 28.07.2019

www.galeriewildesweiss.de

 


LANGE NACHT DER MUSIK  -  1. Juni 2019 

  in galerie mitte ab 19 Uhr

 

ENSEMBLE NEW BABYLON

 

Duo Flöte Violine

 

Werke von Brigitta Muntenforf (*1982)

 

und Christian Pedro Vásquez Miranda (*1969) 

 

 

Isabelle Raphaelis - Flöte

 

Johannes Haase - Violine

 

Programm

 

Brigitta Muntendorf (*1982)

 

Public Privacy (2013)

 

für Flöte, Video und Tape

 

 

 

Christian Pedro Vásquez Miranda (*1969)

 

Arboles Transparentes (2007)

 

für Flöte und Violine

 

 

 

 

 

MIB – Musikerinitiative Bremen

 

Hainer Wörmann: „Aus dem Koffer“

 

Solo für Tapeziertisch, Koffer mit Alltagsmaterialien, Bögen und einen Spieler

 

In der bildenden Kunst ist die Verwendung eines jeden Materials seit vielen Jahren möglich und selbstverständlich. Das ist auch in der Musik so, aber es ist weniger bekannt. Alle Gegenstände, die ich heute verwende, sind demzufolge Musikinstrumente, nicht, weil sie als solche produziert wurden, sondern weil ich sie als solche verwende. Die klanglichen Resultate sind gewöhnungsbedürftig. Wie in der bildenden Kunst die Künstler entscheiden, was Kunst ist, so entscheiden Musiker darüber, welche klanglichen Ereignisse Musik sind. Ob Ihnen diese Musik gefällt, Sie ärgert, aufregt oder erfreut, das ist eine ganz andere Frage. Ich habe diese Gegenstände in musikalischen Projekten u.a. auch mit Grundschulkindern verwendet, das hat allen Freude bereitet und jedenfalls nicht diejenigen, die kein konventionelles Musikinstrument spielen können, vom gemeinsamen Musizieren ausgeschlossen, denn Joghurtbecher spielen kann erstmal jedes Kind.

 

  1. Material mit dem bespielt wird: Bögen, Bürsten, Milchschäumer, Finger, Plastikgabeln, Chop-Sticks u.a.m  

  2.  Material, das bespielt wird: Quarkschachteln, Styropor, Papier, Verpackungsluftkissen, Keksschachteln, Plastikflaschen, Wellpappe, Blechdosen, Buch, Spachtel, Feuersteine u.a.m.  

  3.  Tapetentisch, schwarzer Molton, ein Koffer mit Materialien, kleiner Tisch (60 x 60 cm) als Ablage, Köcher mit Bögen, Kolophonium

 

 

Dauer: ca. 20  Minuten

 

 

 

abk – Arbeitskreis Bremer Komponisten und Komponistinnen e. V.

 

Plurale Identität

 

Multimediale Komposition

 

Uraufführung

 

 

 

Jamilia Jazylbekova - Stimme, Performance, Komposition

 

Riccardo Castangnola - Elektronik, Performance, Video, Komposition 

 

Die Zeit entfaltet sich vielschichtig. Ihre wichtigste charakteristische Eigenschaft ist die Mehrdimensionalität des transzendentalen Raumes widerzuspiegeln. Dieser, als Metaebene betrachtet, besteht aus eigenständigen Räumen, sozusagen Sub-Ebenen, die eigenständig in ihren Vibrationen und Zeitausformungen gleichzeitig bestehen. Jeder Raum (Ebene) hat ein eigenes Tempo, eine eigene Klangfarbe. Die Grenzen dieser gleichzeitig existierenden Welten (Zeiten) sind permeabel. Die schnelle Abwechslung dieser verschiedenen Zeiten erlaubt dem Hörer die Möglichkeit, durch verschiedene Räume (Ebenen) hindurch zu wandern und sie als überlagert zu verstehen. 

 

Dauer: ca. 25 Minuten