Herzliche Einladung

zur Eröffnung Teil II, am Samstag den 13. Juli, ab 19 Uhr 

und zum diskursiven Gespräch Let´s talk about conditions
mit Simone Ewald (Senator für Kultur, Bremen) Florian Witt (Vorstand BBK Bremen) und den Künstler*innen der Ausstellung Produzent*innen 2024, am Sonntag, 21. Juli um 16 Uhr 

 


 

 

PRODUZENT*INEN 2024 // Teil II
13. Juli bis 4. August
 

Eröffnung Teil II, 13. Juli, 19 Uhr
Let´s talk about conditions: Sonntag, 21. Juli 16 Uhr
Finissage: Sonntag 4. August, 15:00 Uhr 

 

 Marei Dierßen
Anja Engelke
Enric Freund 
Christian Haake
Christian Holtmann
Maria Mathieu
Barbara Proschak
Susanne Katharina Willand

 


 

Die erste Ausstellung des neuen Formats PRODUZENT*INNEN  ist Teil der seit 2024 programmatischen Ausrichtung Y*A*C – young artists curating  –  der Galerie Mitte in Bremen.

 

Das Ausstellungskonzept "Produzent*innen" setzt sich inhaltlich mit der Frage der ökonomischen Unabhängigkeit von Künstler*innen auseinander. Und bietet acht Künstler*innen die Möglichkeit diese Thematik aufzugreifen und ihre Werke zu präsentieren.


Während der Ausstellung werden über ein Rahmenprogramm  Akteur*innen aus Kulturpolitik, Verbänden und Institutionen eingeladen, Einblicke in Tätigkeiten und Forderungen der Künstler*innen wahrzunehmen. Dabei fungiert die Galerie Mitte als katalytische Schnittstelle zwischen Produzent*innen und nicht-kommerziellem Ausstellungsort und bietet einen offenen Raum für Diskussion und Reflexion.


Der potentielle Verkaufsprozess ist bewusst an das Format einer Produzent*innen Galerie geknüpft. Durch die zweiphasige Struktur der Ausstellung erhalten alle Beteiligten die Möglichkeit, mehrere Werke zu unterschiedlichen Zeitpunkten zu präsentieren, wodurch dem Format eine dynamische Dimension verliehen wird.
Diese Initiative ist darauf ausgelegt, einmal jährlich fortgesetzt zu werden, um kontinuierlich neue Impulse und Diskurse innerhalb der Kunstszene auszuloten.

 

Kuratiert von Rebekka Kronsteiner und Ele Hermel 

 

 

Fotos Raumansichten: Galerie Mitte / Leon Sahiti


Fotos Ausstellungseröffnung: Galerie Mitte / Selina Verbarg


 

 Mit freundlicher Unterstützung von: 


 

Öffnungszeiten:

Do// Fr// Sa// So 15 bis 18 Uhr

und nachVereinbarung

 

Ausstellungsraum Barrierefrei

 

email: kontakt@galeriemitte.eu


 

 

 

 

STEUERKLASSE 4 -   7  Künstler:innen aus Bremen und Karlsruhe

 

13. April 2024 bis 11. Mai 2024

 

 

 

Anastasiia Belousova

Benjamin Djamel Belhocine

Carlotta Wirtl

Kian Bartels

Luca Cottier

Nico Dasenbrock

Thomas Hora

 

 

Eröffnung:  Sa. 13.04.2024, 19:00 Uhr 

Artist Talk: So. 14. 04. 2024 15:00 Uhr 
Finissage:  Sa. 11.05.2024, 15:00 Uhr

 

 


Weltweit zeigen heteronormativ ausgerichtete Hochzeiten Traditionen auf, die Liebe und Einheit symbolisieren sollen.  Romantische Träumereien kollidieren jedoch nicht selten mit bürokratischen Systemen und werden zu Papierstapeln. Gemeinsame Steuernummer inklusive! 

In der aktuellen Ausstellung setzen sich sieben Künstler*innen dezidiert mit ausgewählten Heiratsbräuchen und Ritualen auseinander. Die Arbeit im Atelier wird zum Annäherungsversuch an Erscheinungsformen der Verehelichung. Die Kommunikation unter den   Ausstellungsbeteiligten vorab kommt der Vorbereitung eines romantischen Skripts der Eheschließung nahe. In der Galerie verschmelzen die Werke durch performative Handlungen zu einer gemeinsamen Arbeit. Die Dokumentation dieses Prozesses ist integraler Bestandteil der Ausstellung. Artefakte vorangegangener Aktionen werden so für die Dauer der Ausstellung sichtbar gemacht. Diese Herangehensweise schafft eine Infrastruktur, in der die Künstler*innen eigene Traditionen für ihr Zusammenkommen und ihre Vermählung entwickeln und innerhalb der Ausstellung präsentieren.  

 

Y*A*C (young artist curating) wird seit 2024
gemeinsam von Ele Hermel und Rebekka
Kronsteiner in der Galerie Mitte durch kura-
tierte Ausstellungsformate veranstaltet. Das
Ausstellungskonzept »class swap—out now«
soll jährlich in der Galerie Mitte präsentiert
werden und zielt darauf ab, überregionale
Vernetzung junger Künstler*innen während des
Studiums zu fördern.

 

Fotos: Selina Verbarg


ANASTASIIA BELOUSOVA *1992 - HOCHSCHULE FÜR KÜNSTE BREMEN
Anastasiia Belousova stammt aus Sankt Petersburg, Russland. Sie studiert bildende Kunst in der Klasse von Natascha Sadr Haghigian. Ihr künstlerischer Ansatz ist geprägt von der Reflexion über persönliche Identität sowie soziale Themen. Anastasiia Belousova verwendet verschiedene Arten von Medien, darunter Grafik, Video, Fotografie und Skulptur.

 

BENJAMIN DJAMEL BELHOCINE * 1997 -  STAATLICHE AKADEMIE DER BILDENDEN KÜNSTE KARLSRUHE

Benjamin Djamel Belhocine, geboren 1997, studiert an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe in der Klasse von Markus

Schinwald. Wenn dafür Zeit übrig ist, widmet er sich seinen Interessen, die sich von historischen über politische bis hin zu popkulturellen

Themenfeldern ziehen. Manchmal wird daraus Kunst in Form von Objekten, Texten, Bildern und Vorträgen, manchmal auch nicht.

 

CARLOTTA WIRTL *2000  - HOCHSCHULE FÜR KÜNSTE BREMEN 

Carlotta Wirtl, eine ausgebildete Holzbildhauerin, begann ihr Studium bei John Bock in Karlsruhe und setzt es derzeit in Bremen fort. Ihr Schwerpunkt liegt auf philosophischen Fragestellungen, die sich mit der Alltäglichkeit und dem öffentlichen Raum befassen. Ihre Arbeiten beinhalten ver-schiedenen Ausdrucksformen, die die Vielschichtigkeit ver-meintlich banaler Momente reflektieren.

KIAN BARTELS * 1999  - STAATLICHE AKADEMIE DER BILDENDEN KÜNSTE KARLSRUHE
Kian Bartels, geboren in Oberbayern, ist ausgebildeter Holz­bildhauer. Sein Studium begann er 2020 in der Klasse von Harald Klingelhöller und setzt es seit 2021 in der Klasse von John Bock fort. Zentrales Thema seiner Arbeit ist die Auseinandersetzung mit körperlichen und emotionalen Bedürf­nissen. Seine Formensprache bewegt sich zwischen humor­voller und pessimistischer Reflexion über Vorhandenes.


LUCA COTTIER *1994 - STAATLICHE AKADEMIE DER BILDENDEN KÜNSTE KARLSRUHE
Luca Cottier, geboren in Fribourg, assistierte dem Künstler Reto Steiner von 2012 bis 2016 an Ausstellungen und Projekten im öffentlichen Raum. Seit 2021 studiert er bei John Bock. In seinen künstlerischen Arbeiten arran­giert er mit minder bewerteten Gegenständen skulpturale Assemblagen, die mit dem vorbestimmten Raum inter-agieren. Dabei strebt er danach ›Störfaktoren‹ zu erzeugen.

NICO DASENBROCK *2000  - HOCHSCHULE FÜR KÜNSTE BREMEN
Nico Dasenbrock  wurde in Weißenburg, Bayern, geboren. Nachdem er für einige Zeit in Karlsruhe studierte, ist er nun in Bremen eingeschrieben. In seiner Arbeit kommen häufig improvisierte oder ›falsche‹ Werkzeuge zur Anwendung. Thematisch beschäftigt sich Nico Dasenbrock mit Ephemera, Gebrauchsspuren und dem Begriff der Heimatlosigkeit. 

THOMAS HORA *1994
- STAATLICHE AKADEMIE DER BILDENDEN KÜNSTE KARLSRUHE ThomasHora stammt aus einem Dörfchen mit etwa hundert Seelen im Norden Bayerns, nahe der tschechischen Grenze. Vor seinem Studienbeginn 2022 in Karlsruhe absolvierte er eine Ausbildung in der Holzbildhauerei. In seinen Werken vermischen sich persönliche Sinneseindrücke und Gefühle mit Fragestellungen an seine Umwelt. Dabei entstehen Ob­jekte, Fotografien oder Apparaturen.

Fotos: Leon Sahiti


 

 

Gefördert durch:


collected currents

 

Barbara Proschak

Dünne Jungs: Ariane Koziolek, Pia Pospischil, Lynn Scheidweiler

 

27 Januar bis 23 März 2024

 

Eröffnung: 27 Januar 2024, 19 Uhr

Artist Talk: 28 Januar 2024, 15 Uhr

Finissage:      23 März 2024, 15 Uhr

 

 

 

In der Ausstellung collected currents treten das Künstlerinnenkollektiv Dünne Jungs und die Künstlerin Barbara Proschak in einen wechselseitigen Austausch. Installative Landschaften, Sound, Video und überzeichnete Bildhybride verschränken sich zu einem multimedialen Geflecht im Raum und lassen im ersten Moment des Betrachtens die Frage nach ihrer expliziten Urheberinnenschaft offen. Dünne Jungs und Proschak haben sich auf unterschiedliche Weise dem Sammeln, Assoziieren und Neuordnen von Objekten verschrieben. Gedankenströme verdichten sich in rekombinierten Objekten und Materialien. In den gezeigten Werken rekapitulieren die Künstlerinnen Teile vergangener Produktionen und richten damit ihr Handeln auf den kurzen Moment der Gegenwart, legen den Fokus auf das Jetzt — auf den Stand der Dinge.

›Landscape of Questions + Answers‹ (Dünne Jungs) schlängelt sich wie ein Fluss durch zerklüftete Textillandschaften und lässt gesammelte Erlebnisse und Eindrücke als kollektive Erfahrung, in einer akustischen Ansammlung den Raum durchströmen. Mit zeichnerischen Gesten und unter dem Druck ihrer Körperbewegungen auf den Fotos macht Proschak Überlagerungen körpergrafisch sichtbar. Ein atmendes Meer aus feinen Linien verbindet die gezeigten Werke über den Raum.

 

Barbara Proschak, geboren 1984, lebt und arbeitet als bildende Künstlerin und Fotografin in Leipzig. Sie studierte an der FH für Gestaltung in Bielefeld, am Londoner College of Communication und an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig bei Prof. Tina Bara. 2018 hatte sie ein dreimonatiges Stipendium in Daegu, Südkorea. 2020 schloss sie erfolgreich ihr Meisterschülerinnenstudium bei Prof. TinaBara ab. 2021 erschien ihre Publikation ›Material - Anhaften - variabel‹ im MMKoehn Verlag. Ihre Monografie wurde 2023 mit der Silbermedaille beim Deutschen Fotobuchpreis ausgezeichnet. Ihre Arbeiten werden national und international in Gruppen- und Einzelausstellungen gezeigt.

Sammeln und Archivieren bilden die grundlegende Methode von Barbara Proschak, dabei forscht sie mit ihren fotografischen Arrangements an den Rändern der Fotografie. Im seriellen Arbeiten macht sich die Lust am Erforschen und Experimentieren bemerkbar, was sie zu einem Spiel mit dem vergleichenden Sehen konzeptualisiert hat. Ein wichtiges Spannungsfeld dieser Arbeitsweise ist Wiederholung und Variation, Ordnung und Neuordnung. Seit 2018 überzeichnet sie stetig eine Auswahl ihrer Fotografien mit feinen Permanentstiften, wodurch sich eine bewegte Oberfläche und illusionäre Tiefenkraft entfaltet. Zwischen diesen beiden Polen erforscht sie die Wertigkeit von Original und Reproduktion, von Serie und Einzelbild.

 

Dünne Jungs ist ein Künstlerinnenkollektiv, das von Ariane Koziolek, Pia Pospischil und Lynn Scheidweiler 2017 in Stuttgart gegründet wurde. Im Fokus ihrer multimedialen und interdisziplinären Arbeiten steht die soziologische Untersuchung des Menschen. Die Intention ist es, künstlerische Plattformen für gesellschaftliche Diskurse zu schaffen, diese kritisch zu hinterfragen und gemeinsam mit dem Publikum neue Perspektiven zu erkunden. Dafür begibt sich das Kollektiv in die Öffentlichkeit und befragt in Gesprächen Wünsche, Ängste und Erfahrungen. Es entsteht ein Sammelsurium aus Gedanken und Geschichten, die intime Einblicke in das Menschsein und die Gefühlswelt der Gesellschaft geben, das anschließend künstlerisch konzeptualisiert wird.

Koziolek, Pospischil und Scheidweiler studierten Bühnen- und Kostümbild an der ABK Stuttgart, sowie in Warschau, Budapest und Brüssel. Ihre Arbeiten waren u. a. im Centre of Contemporary Arts in Brüssel und bei der Lange Nacht der Museen Stuttgart zu sehen. Theaterspezifische Arbeiten spielten am Theater Freiburg, am Théâtre Royal Flamand in Bruxelles, am Wilhelma Theater in Stuttgart, am Grand Théâtre in Luxemburg und am Deutschen Theater in Berlin. Ihre ersten Einzelaustellungen wurden 2022 im Raum für drastische Maßnahmen in Berlin und 2023 in der Galerie Ladøns in Hamburg gezeigt. Zuletzt präsentierten sie ihre Serie ›Landscapeof Questions + Answers‹ im Tor 5, des Kunst-vereins Wagenhalle, in Stuttgart.

 

Y*A*C (›young artist curating‹) wird in den kommenden zwei Jahren von Ele Hermel und Rebekka Kronsteiner in Form gemeinsam kuratierter und entwickelter Ausstellungsformate in der Galerie Mitte stattfinden. Der inter-generative Austausch, sowohl in Konzeption und Umsetzung, steht hierbei im Fokus und wird über die künstlerische Blickrichtung ins Zentrum der Herangehensweise gerückt.

 

 

 

 Mit freundlicher Unterstützung von:

 

 

 

Fotos: Leon Sahiti

Fotos: Selina Verbarg