Gertrud Schleising / Michael Weisser


neuronen::gewitter
28.11. - 18.01.2015

Über die unstillbare Sehnsucht aller Wesen in Ihrer Welt doch einzig und geliebt zu sein

Eröffnung Freitag, 28. November 20 Uhr
Einführung Dr. Ingmar Lähnemann, Kunstwissenschaftler
Begrüßung Ele Hermel, galerie mitte

 

Vortrag 9. Dez. 19 Uhr Prof. Annelie Keil, Bremen

Künstlergespräch 15. Jan. 19 Uhr Detlef Roth, KUBO (Verlosung: 2 Objekte an 2 Besucher)

Finissage 18. Jan. 15 Uhr

 

Analoge und digitale Identitäten

In ihrer Installation neuronen::gewitter zeigen Gertrud Schleising und Michael Weisser das Ergebnis ihres Diskurses „über die unstillbare Sehnsucht aller Wesen, in ihrer Welt doch einzig und geliebt zu sein “ Die Ausstellungsidee wird getragen von einer gemeinsamen Auslotung des Themas.Der Ausstellungsraum in der galerie mitte simuliert ein Gehirn, das vom Besucher betreten wird. Die linke Hälfte des Raumes zeigt quadratische Formate, Ordnung, Geometrie, Kalkül und die rechte Hälfte des Raumes zeigt Vielfalt, Chaos, Assoziation, Intuition und Buntheit. Rechts/Links, Logik/Intuition, Frau/Mann. Ist das wirklich so eindeutig oder gibt es Gründe, diese Banalisierung von Ratio zu Emotion in Frage zu stellen? Die Ausstellung löst diese Frage nicht, beleuchtet sie jedoch in der individuellen Sprache der beiden Künstler. Dies zeigt sich bisweilen schrill, dann tiefgründend und gerne auch verwirrend.

Analoge und digitale Botschaften treten einen Bilderstreit an, der dem Ausstellungsbetrachter jede Menge Raum bietet sich zu positionieren, eine überholte Position aufzugeben, oder aber „rechtslinksverknüpft“ nach Hause zu gehen.Die Künstler sind miteinander im Gespräch, suchen, finden, verschmelzen und artikulieren Gleiches, Ähnliches und Unterschiedliches. Jeder hat seine Botschaft. Verschlüsselt in analog und digital. Und immer wieder die Frage: Was liegt wirklich hinter dem, was wir im Vordergrund sehen? Bekanntes, Fremdes? Ein Irrtum?

Die QR-Codes in der Ausstellung können mit dem Smartphone gescannt werden. Hinter ihnen liegen intermediale Erlebnisse. Ein Scan eines Bildes mit dem Handy führt zu ständig aktualisierten Detailinformationen des Projektes. Die Ausstellung verliert für die „smartphone-freien“ Besucher keineswegs an Zugänglichkeit.